Dämmerung im Zeichen der Schnapszahl

 

Eine tolle Dämmerung durften wir am Samstag feiern und konnten unser komplettes Team mit den Hoheiten präsentieren. Unser Jubiläumsprinzenpaar seine Tollität Stefan II. und Ihre Lieblichkeit Yvonne I. regieren von nun an für uns über Greding. Wir freuen uns auf eine tolle Jubiläumssession! Gredonia Helau.

 

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Beruflich und privat ist das Prinzenpaar der Faschingsgesellschaft Gredonia schon seit einiger Zeit ein eingespieltes Team. Denn Yvonne Bochnig (geborene Schönhöfer) und Ehemann Stefan haben den gleichen Arbeitgeber - und im Jahr 2012 gaben sie sich das Jawort. Nun also geht es für beide auch gemeinsam auf den Narrenthron. Dieses Geheimnis musste das Paar jedoch lange hüten. Denn die Geschichte seiner Erwählung reicht bis zum Eröffnungsball der letzten Session Anfang des Jahres zurück.

 

 

 

Ein gewisser Till spielte dabei keine unwichtige Rolle. Dieses Wahrzeichen des Faschings prangt an einer Tür im Gredoniasaal. Und am Tisch davor saßen beim Eröffnungsball Yvonne und Stefan, denen die Veranstaltung so gut gefiel, dass sie als letzte Gäste erst spät nachts den Saal verließen. Davor aber noch fiel einer Funktionärin des Vereins das Glück der beiden besonders auf: Margit Hill, die bei der Gredonia die Kasse führt.
"Ihr seid so süß!" Das habe Margit Hill ihnen gesagt, erinnert sich Yvonne zurück. Und dann sei der entscheidende Satz gefallen: "Ihr wärt das perfekte Prinzenpaar." Der Till lächelte dazu wohlwollend bestätigend von der Tür herab - und die Antwort von Stefan ließ nicht lange auf sich warten: "Das machen wir."
Die Faschingsprinzessin von 1971 und Mutter des Gredonia-Präsidenten darf sich also mit Fug und Recht als Prinzenpaarmacherin der Jubiläumssession nennen, die Gredonia steht in den Startlöchern für ihre 33. Kampagne. Dass es in Greding überhaupt Tollitäten gibt, ist keine Selbstverständlichkeit, die letzten beiden närrischen Jahreszeiten musste sie ohne hoheitliche Repräsentanten auskommen. Kein Wunder also, dass die Kassenführerin bei der Dämmerung am Samstag den begehrten "Till von Franken" überreicht bekam.
Doch ganz so schnell fiel die Entscheidung zur Regentschaft bei den Bochnigs denn doch nicht. "Willst Du nicht erst einmal darüber schlafen", habe sie ihrem Stefan nach der schnellen Antwort empfohlen, so Yvonne. Denn sie weiß, wie es sich anfühlt, im Fasching durchzustarten und die ganze Session über in vorderster Linie mit von der Partie zu sein. War sie doch selbst schon Pagin und später Tänzerin bei der Prinzengarde.
Den Rat nahm Stefan natürlich ernst: Er schlief eine Nacht über der Entscheidung - und sagte dann noch einmal zu. Ihr Jawort gab auch Yvonne, die darüber überglücklich war: "Für mich geht ein kleiner Traum in Erfüllung", bekennt sie. Denn Prinzessin wollte sie schon immer werden, in jüngerer Zeit hat sie sich auch des Öfteren mit ihren Amtsvorgängerinnen unterhalten. Und diese hätten allesamt gesagt, dass sie jene prägende "Superzeit" nicht mehr missen möchten. Außerdem werde man ja nur einmal Prinzessin.
Zumindest im Regelfall. Eine Regentschaft über zwei Kampagnen hat es bei der Gredonia aber auch schon gegeben. Eine Wiederholung schließt das jetzige Prinzenpaar nicht aus: "Wenn es uns gefällt und wir den anderen gefallen, warum nicht", sagt Stefan ganz locker.
Er muss sich fürs Jubiläumsjahr noch etwas vorbereiten - nämlich ein Jahr älter werden, was in wenigen Tagen passiert. Dann ist Stefan 33 Jahre, und damit genau so alt wie Yvonne und die Gredonia. Es wird noch närrischer: Sowohl in der Handynummer eines der Ehepartner sowie in dessen Festnetznummer verstecken sich lange Schnapszahlen, die auch etwas mit der Drei und der Elf zu tun haben.
In seiner Freizeit geht der Prinz gewöhnlich einem eher ruhigen Hobby nach: dem Angeln. Auch die Prinzessin begleitet ihn ab und ans Wasser. Jetzt ist aber erst einmal lautstarke Fröhlichkeit Trumpf. Das Prinzenpaar hält die Tradition des Faschings hoch - und trägt sie nicht zu Grabe. Dabei wären Stefan und Ivonne Bochnig gerade hier Experten, sind sie doch alle beide bei einem örtlichen Bestattungsunternehmen beschäftigt. "Wenn der Tod immer um einen herum ist, lernt man das Leben umso mehr zu schätzen", zeigen sich die Bürofachfrau und der Bestatter einig.
Sehr lebendig geht es auch bei ihnen zu Hause in Greding zu. Dafür sorgt ihr dreijähriger Sohn Finn. Neben Mama und Papa hat der kleine Sonnenschein auch seine Omas ins Herz geschlossen. Und die beiden haben schon versprochen, sich liebevoll um ihn zu kümmern, wenn die Tollitäten mal etwas länger ihrer Verantwortung als Faschingsregenten nachkommen.
Beiden gefallen ihre Ämter bislang richtig gut. Sagen sie. Wohl wissend, dass es erst im kommenden Jahr so richtig losgeht: "Dann wollen wir einfach nur Gas geben", beteuern Stefan II. und Yvonne I.. Sie beherzigen damit einen Appell von Gredonia-Senator und Bürgermeister Manfred Preischl, der das zur Faschingseröffnung gefordert hat. Wichtig ist den beiden aber die natürliche Fröhlichkeit: "Bei uns ist nichts aufgesetzt oder gespielt."

 

Faschingsverein Gredonia Greding e.V.