Große Show in der "Garage"

(Bericht vom Donaukurier 25.01.2016)

 

Die Gredinger Prunksitzung war eine Schau. Mit großer Klasse unterhielt die Faschingsgesellschaft Gredonia ihre Besucher bei der großen Sause am Freitagabend. Wie im Flug verging die Zeit bis zum Ende des Programms weit nach Mitternacht.

 

 


Mit Witz und Humor führte Präsident Alexander Hill durch den über fünfstündigen Abend im Vereinsheim der Gredonia. Der fränkische Wortakrobat Oliver Tissot hatte eigentlich gedacht, dass die Lokalität für die große Show der eher futuristische Hallenbadbau sei und nicht "die Garage", wie er das Gredoniaheim zur Gaudi der Faschingsfreunde bezeichnete. Der Kommentar dazu von Hill: "Ich bau nix Neues mehr." 
Über ein proppenvolles Haus freute sich der Gredinger Obernarr zum Einstieg ins Programm. Nach dem Sektempfang wies Hill zunächst auf die lange Tradition des Faschings hin und verkündete dann: "Die Mannschaft der Gredonia steht bereit. Wir sind gut drauf, auch wenn wir heuer kein Prinzenpaar haben." In humoriger Weise rief er dann die geplanten und nicht erledigten Projekte der Stadt in Erinnerung, ehe er die große Schar der Aktiven aufmarschieren ließ. "Wir können uns überall sehen lassen", stellte Hill fest.
Mit ihrem "Haifisch Jakob", dem einzigen Buben in der Mädchenschar, begeisterten die Bambini als schillernde Fische sowie die Minis Nele und Elene mit ihrem Tanz. Mit wilden Sprüngen und ihrer "ganz großen Show" so Hill, sorgten dann die Original Allersberger Flecklashexen mit Hexenmeisterin Jessica Heim einmal mehr für Furore. Vom "Jakobs-Walk" kam der Musikcomedian Alexander Göttlicher nach Greding und ließ mit seinen zweideutigen fränkischen Liedern und Sprüchen die Stimmungswogen hoch schlagen.
Den Gredonia-Funken Alexandra und Lena Marie gelang bestens der Einstieg in die tänzerischen Darbietungen, bei denen auch die Gredinger Prinzengarde sowie die Tanzmariechen Rebecca und Laura ihr Können unter Beweis stellten. "Wir sind stolz auf unsere sechs Tanzmariechen", freute sich Hill unter großem Applaus, mit dem das Publikum nicht nur die Minis, die Funken und die Prinzengarde, sondern auch die Gredinger Spotlights für ihre musikalische Reise feierte.
Dann war das Narrenvolk selbst gefordert, denn zwischen den Showblöcken sorgte die Band Just Fun mit schwungvoller Musik dafür, dass viel getanzt wurde. Es wurde aber auch geschunkelt, gesungen und geklatscht, was das Zeug hielt. Und lautstark stimmten die Gäste immer wieder in den Schlachtruf "Gredonia Helau" ein, so etwa bei den Verleihungen der Orden an Ehrengäste, Abordnungen und Prinzenpaare und den einzelnen Auftritten der Akteure.
Mona Volland, das Tanzmariechen des Rother Carneval Vereins (RCV), eröffnete den zweiten Programmteil. Mit dem gesamten Hofstaat samt Prinzenpaar Robert I. und Stefanie I. und Prinzengarde war der RCV in Greding vertreten. Er sei überhaupt nicht neidisch auf die Kreisstadt, stellte Hill mit Blick auf die Rother Tollitäten fest, wenngleich die fehlenden Gredinger Regenten ein ums andere Mal ein gefundenes Fressen waren für die lustigen Beiträge der Akteure.
Deutlich wurde dies auch beim Aufmarsch der Abordnungen und Prinzenpaare aus Treuchtlingen und Obermässing. "Greding wird wieder super von Obermässing regiert, stellte Landrat Herbert Eckstein fest, als er Wolfgang II. und Janina I. aus dem "starken Obermässing" willkommen hieß. Eckstein wies auf sein schönes Grußwort in der Faschingszeitung hin, das nicht alle verstehen, und stimmte dann aus voller Kehle in den Club-Song "Die Legende lebt" ein, den die Band extra für ihn spielte.
Bürgermeister Manfred Preischl zeigte sich erfreut, in der Großgemeinde immerhin ein Prinzenpaar zu haben. Die Stadt wisse aber auch so, was sie an der Gredonia habe. Dass dafür im nächsten Jahr, zum 33-jährigen Bestehen der Gredonia, wieder ein Prinzenpaar präsentiert werden kann, davon zeigte er sich mit Präsident Alexander Hill überzeugt.
Kein Auge trocken blieb wenig später mit dem Humoristen Josef Baeff Piendl aus der Oberpfalz. Er nannte Greding den Frankenzipfel und nahm allerlei aufs Korn in seinen Liedern und Gstanzln. Dabei bekamen aber nicht nur Bürgermeister Preischl und Landrat Eckstein ihr Fett weg, sondern es kam zur großen Gaudi aller auch der eine oder andere Besucher nicht ungeschoren davon.
Nach den Tänzen der Wendengarde, dem Marsch- und Schautanz der RCV-Garde und dem Solotanz von Gredonia-Mariechen Laura setzte Wortakrobat Oliver Tissot einen weiteren Glanzpunkt. "A bissl g'lacht, a bissl g'staunt - ich hoffe, es hat allen gefallen", rief Alexander Hill schließlich der Narrenschar zu, nachdem die Hechtonia aus Berching mit ihrer Show weit nach Mitternacht für den prachtvollen Abschluss des rundum gelungenen Programms gesorgt hatte.\t\t\t\t\t

Von Josef Sturm
(Text: www.donaukurier.de)

Faschingsverein Gredonia Greding e.V.